Lernen Sie Everflon+™ FEP-Schaum PF4622 kennen.
Everflon+™ FEP PF4622 ist ein Fluorkunststoffharz, das mit einem Schaumnukleierungssystem compoundiert wurde. Dieses Harz wird als weiße Pellets geliefert und kommt in einem stickstoffeingespritzten Schaumextrusionsverfahren zum Einsatz, um gleichmäßige Schaumzellen in der dielektrischen Isolierung zu erzeugen. Das Aufschäumen des Fluorkunststoffs verringert dessen Dielektrizitätskonstante und ermöglicht Miniaturisierung sowie Gewichtseinsparungen. Geschäumte Isolierungen aus Everflon+™ FEP PF4622 eignen sich zur Herstellung von Kabeln für die Hochfrequenz-Signalübertragung mit minimaler Signalverzerrung.
Everflon+™ FEP PF4622 ist hervorragend geeignet für die Fertigung von Koaxialkabel-Seelen in unterschiedlichsten Abmessungen. Typische Koaxialkabel-Seelen verfügen über Leiterquerschnitte ab 30 AWG, eine Wandstärke ab 0.010 Zoll sowie einen Hohlraumanteil von 20 % bis 60 %.
Diese Hohlräume sind geschlossenzellig und weisen einen Durchmesser von 0.018 mm bis 0.127 mm auf. Der erreichbare Hohlraumanteil hängt von der Wandstärke und den jeweiligen Verarbeitungsbedingungen ab。
Verarbeitung sanleitung.
Everflon+™ PF FEP kann direkt einem herkömmlichen Einschneckenextruder mit Stickstoffeinspritzung zugeführt werden. Alle prozessberührenden Metallteile müssen aus hochnickelhaltigen, eisenarmen Legierungen bestehen, die für die Verarbeitung von Fluorkunststoffen geeignet sind. Der Herstellungsprozess sollte über Einrichtungen zur Überwachung von Durchmesser, Kapazität und Gasdurchfluss verfügen.
Bei der Zugabe von Farbkonzentrat ist ausschließlich ein auf FEP-Fluorkunststoff abgestimmtes Konzentrat zu verwenden. Die Beimischung von Farbstoffen kann die Schaumzellenbildung und die Kapazität beeinträchtigen, sodass eine Anpassung der Prozessparameter erforderlich ist.
Die Isolationsqualität wird durch den Extruder-Durchsatz, die Drahtlaufgeschwindigkeit und den Hohlraumanteil bestimmt. Der Hohlraumanteil wird über den Stickstoffdurchfluss, die Prozesstemperaturen und den Abschreckpunkt geregelt. Optimal ist es, wenn sich die Hohlräume erst ausbilden, nachdem die Schmelze auf den Leiter gezogen wurde. Längliche Hohlräume in der Isolierung weisen auf eine vorzeitige Schaumzellenbildung im Einzugskegel hin.
Vorsichtshinweis.
Vor der Verwendung von Everflon™ FEP-Harz konsultieren Sie bitte das Sicherheitsdatenblatt sowie die neueste Ausgabe des „Leitfadens zur sicheren Handhabung von Fluorpolymerharzen“.
Behälter ausschließlich in gut belüfteten Räumen und unter Verwendung örtlicher Absauganlagen (LEV) öffnen und entnehmen. Dämpfe und Abgase, die bei der Warmverarbeitung von Everflon™ FEP entstehen, müssen vollständig aus dem Arbeitsbereich abgesaugt werden. Eine Verunreinigung von Tabakerzeugnissen durch diese Polymere ist unbedingt zu vermeiden. Nicht ordnungsgemäß abgesaugte Dämpfe und Abgase aus der Warmverarbeitung sowie das Rauchen von mit Everflon™ FEP verunreinigtem Tabak oder Zigaretten können grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Fieber und Halsschmerzen verursachen. Diese Symptome treten unter Umständen erst mehrere Stunden nach der Exposition auf und klingen in der Regel innerhalb von etwa 24 Stunden wieder ab. Gemische mit bestimmten feinverteilten Metallen wie Magnesium oder Aluminium können unter bestimmten Bedingungen brennbar oder explosionsgefährlich sein.
Verpackung.
Die Eigenschaften von Everflon™ FEP-Harzen werden durch die Lagerdauer nicht beeinflusst. Die Lagerung unter Umgebungsbedingungen ist so zu gestalten, dass luftgetragene Verunreinigungen sowie Kondensation von Wasser auf dem Harz bei der Entnahme aus den Behältern vermieden werden. Zur Entfernung aufgenommener Feuchtigkeit wird eine Trocknung bei 100 °C über 4 Stunden empfohlen.
Everflon™ FEP PF4622 wird in Pelletform geliefert und in 25-kg-Fässern mit Polyethylen-Innenauskleidung verpackt.