Lernen Sie Everflon+™ FEP-Schaum PF4630 kennen.
Everflon+™ FEP PF4630 ist ein mit Schaumnukleierung compoundiertes Fluorkunststoffharz in weißer Pelletform. Es wird im stickstoffeingespritzten Schaumextrusionsverfahren verwendet, um gleichmäßige Schaumzellen in dielektrischen Isolierungen zu bilden. Das Aufschäumen verringert die Dielektrizitätskonstante und ermöglicht Miniaturisierung sowie Gewichtsreduzierung. Daraus gefertigte geschäumte Isolierungen eignen sich für Hochfrequenzkabel mit geringer Signalverzerrung.
Everflon+™ FEP PF4630 ist best suited für die Herstellung von Koaxialkabel-Seelen verschiedener Abmessungen. Übliche Auslegung: Leiter ab 32 AWG, Wandstärke ab 0,004 Zoll, Hohlraumanteil 20 % bis 60 %.
Die Hohlräume sind geschlossenzellig mit einem Durchmesser von 0.018 mm bis 0.127 mm. Der erreichbare Hohlraumanteil hängt von Wandstärke und Verarbeitungsbedingungen ab.
Verarbeitung sanleitung.
Everflon+™ PF FEP kann direkt in einen herkömmlichen Einschneckenextruder mit Stickstoffeinspritzung dosiert werden. Alle prozessberührenden Metallteile müssen aus hochnickelhaltigen, eisenarmen Legierungen bestehen, die für die Verarbeitung von Fluorkunststoffen geeignet sind. Der Prozess muss über Einrichtungen zur Überwachung von Durchmesser, Kapazität und Gasdurchfluss verfügen.
Bei der Zugabe von Farbkonzentrat ist ausschließlich ein auf FEP-Fluorkunststoff basierendes Compound zu verwenden. Die Farbzugabe kann die Schaumzellenbildung und die Kapazität beeinflussen, sodass eine Anpassung der Prozessparameter erforderlich ist.
Die Isolationsleistung wird durch Extruderleistung, Drahtlaufgeschwindigkeit und Hohlraumanteil bestimmt. Der Hohlraumanteil wird über den Stickstoffdurchfluss, die Prozesstemperaturen und den Abschreckpunkt geregelt. Optimal ist es, wenn die Hohlräume erst entstehen, nachdem die Schmelze auf den Leiter gezogen wurde. Längliche Hohlräume in der Isolierung weisen auf eine vorzeitige Schaumzellenbildung im Einzugskegel hin.
Vorsichtshinweis.
Vor der Verwendung von Everflon™ FEP-Harz bitte das Sicherheitsdatenblatt sowie die neueste Ausgabe des „Leitfadens zur sicheren Handhabung von Fluorpolymerharzen“ konsultieren.
Behälter nur in gut belüfteten Bereichen und unter Einsatz örtlicher Absauganlagen (LEV) öffnen und verwenden. Dämpfe und Gase, die bei der Warmverarbeitung von Everflon™ FEP entstehen, müssen vollständig aus dem Arbeitsbereich abgesaugt werden. Eine Verunreinigung von Tabak durch diese Polymere ist unbedingt zu vermeiden. Nicht ordnungsgemäß abgesaugte Dämpfe und Gase aus der Warmverarbeitung sowie das Rauchen von mit Everflon™ FEP verunreinigtem Tabak oder Zigaretten können grippeähnliche wie Schüttelfrost, Fieber und Halsschmerzen verursachen. Die Symptome treten unter Umständen erst mehrere Stunden nach der Exposition auf und klingen in der Regel innerhalb von etwa 24 Stunden ab. Gemische mit feinverteilten Metallen wie Magnesium oder Aluminium können unter bestimmten Bedingungen brennbar oder explosiv sein.
Verpackung.
Die Eigenschaften von Everflon™ FEP-Harzen werden durch die Lagerdauer nicht beeinträchtigt. Die Lagerung unter Umgebungsbedingungen sollte so erfolgen, dass eine luftgetragene Verunreinigung sowie Kondensation von Wasser auf dem Harz beim Entnehmen aus den Behältern vermieden wird. Zum Entfernen eventuell aufgenommener Feuchtigkeit wird eine Trocknung bei 100 °C über 4 Stunden empfohlen.
Everflon™ FEP PF4630 wird in Pelletform geliefert und in 25-kg-Fässern mit Polyethylen-Innenauskleidung verpackt.