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09 08 26
In der Verarbeitung von Gummi, Faserverbundwerkstoffen, Polyurethansystemen und Rotationsgusskunststoffen treiben Opfertrennmittel die Ausschussquoten nach oben, verstopfen Werkzeugentlüftungen und kontaminieren Bauteiloberflächen. Fest eingebrannte Everflon™ Fluorpolymer-Beschichtungen erzeugen eine dauerhafte, mikrodünne Trockentrennbarriere direkt auf der Metallkavität.
Hersteller von Präzisionsdichtungen, Leichtbau-Prepregs für die Luftfahrt, automobilen Polyurethan-Interieurteilen und rotationsgeformten Polyethylen-Großbehältern stehen an der Werkzeug-Bauteil-Schnittstelle vor enormen Belastungen. Die Formnester sind hohen Schließdrücken, schnellen thermischen Zyklen und chemisch aggressiven Schwefelbeschleunigern, Peroxiden oder reaktiven Isocyanaten ausgesetzt. Ohne Oberflächenschutz binden die Formmassen extrem fest an Werkzeugstählen, Aluminium und Galvanoformen an.
Um die Entformung zu erzwingen, setzen Betriebe traditionell flüssige Opfertrennmittel wie Wachsemulsionen, Silikonöle oder externe Fluordispersionen ein. Diese Praxis verursacht jedoch schwere betriebliche Nachteile: Trennstoffreste übertragen sich auf die Formteile, was zu Benetzungsstörungen (Kraterbildung) und Haftungsversagen beim anschließenden Lackieren, Verkleben oder Vulkanisieren führt. Zudem zersetzen sich flüssige Trennstoffe unter Prozesswärme und backen als zähe, lackartige Ruß- und Harzschichten (Formbelag) in den Werkzeugen an. Dies verfälscht Formteiltoleranzen, setzt Mikroentlüftungen zu und erzwingt regelmäßige Produktionsstopps zur Werkzeugreinigung mittels Trockeneisstrahlen oder aggressiven Beizbädern. Die industriellen Everflon™ Fluorpolymerbeschichtungen (PTFE, FEP, PFA, ETFE) erzeugen eine dauerhafte, fest verankerte Trockentrennfläche mit minimaler Oberflächenenergie und beheben die Ursachen des Formbelags an der Wurzel.
Da Everflon™ Fluorpolymerbeschichtungen thermisch vernetzt und fest auf dem Werkzeugmetall verankert sind, tritt keinerlei Migration flüchtiger Silikone oder Wachse auf das geformte Bauteil auf. Die Teile verlassen das Werkzeug chemisch sauber, wodurch nachfolgende Prozesse wie Lackieren, Verkleben oder Metallisieren ohne vorheriges Lösungsmittelentfetten direkt erfolgen können.
Basierend auf hochstabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen (C–F) bieten Everflon™ Systeme eine reproduzierbare Entformungsleistung unter anspruchsvollsten Produktionsbedingungen:
Macht das manuelle oder automatisierte Einsprühen externer Trennmittel weitgehend oder vollständig überflüssig, senkt Taktzeiten und eliminiert laufende Chemikalienkosten.
Hält Dauertemperaturen von bis zu 260 °C (500 °F) stand und bewährt sich bei Heißvulkanisation, Composite-Autoklavenzyklen und im Rotationsgussofen.
Verhindert das Einbrennen reaktiver Harze, Schwefelblüten und Isocyanate in Formgravuren; erhält feinste Ledernarbungen und hält Entlüftungsbohrungen frei.
Mit Schichtdicken von nur 10 bis 35 µm appliziert, wahrt Everflon™ kritische Bauteiltoleranzen, scharfe Trennkanten und feine Auswerferstift-Passungen.
Wählen Sie die ideale Fluorpolymerchemie basierend auf Prozesstemperaturen, chemischer Aggressivität der Reaktivharze und abrasiver Füllstoffbelastung:
| Fluorpolymer-Güte | Max. Dauertemperatur | Gleit- & Trennwirkung | Primäre funktionelle Eigenschaft | Typische Werkzeug- & Formanwendungen |
|---|---|---|---|---|
| Everflon™ PTFE | 260 °C (500 °F) | Hervorragend | Niedrigster Reibwert, trockene Grenzschmiereigenschaft, weites Hitzefenster | Gummi-Formpresswerkzeuge, O-Ring-Formen, Composite-Wickeldorne |
| Everflon™ FEP | 205 °C (401 °F) | Überragend | Porenfreier glatter Schmelzfilm, exzellente Trennung klebriger Harze | Carbon-Epoxid-Werkzeuge, Autoklaven-Formen, PU-Guss, Silikonformen |
| Everflon™ PFA | 260 °C (500 °F) | Überragend | Porenfreie Schmelzbarriere, hohe Zähigkeit, extreme Chemikalienresistenz | Rotationsgussformen, Hochtemperatur-Composites, Reifenheizbälge |
| Everflon™ ETFE | 155 °C (311 °F) | Gut (Hoher Verschleiß) | Höchste Zugfestigkeit & Kerbschlagzähigkeit, exzellenter Abriebwiderstand | Formen für glasfaserverstärkte Kunststoffe, Schieber, Kernzüge |
Von Luftfahrt-Faserverbundstrukturen über Großserien-Elastomere bis hin zum Behälterbau steigert Everflon™ die Werkzeugverfügbarkeit:
Schwefel- und peroxidvernetzte Elastomere (EPDM, FKM, Viton®, NBR) reagieren chemisch mit ungeschütztem Stahl und erzeugen hartnäckigen Gummibelag. Everflon™ PTFE- und PFA-Beschichtungen verhindern das Anbacken, erleichtern die Entformung komplexer Hinterschnitte und halten Werkzeugentlüftungen über zehntausende Zyklen frei.
Epoxid-, BMI- und Phenolharze in Autoklavenprozessen kleben extrem fest an Aluminium- und Invar-Formen. Everflon™ FEP- und PFA-Beschichtungen machen Abreißgewebe und flüssige Trennwachse überflüssig und liefern lackierfertige Class-A-Oberflächen ohne Schleifaufwand.
Reaktive Isocyanate (MDI/TDI) binden stark an Formnestwände an. Herkömmliche Wachse lagern sich schichtweise ab und verfälschen feine Ledernarbungen an Lenkrädern oder Armauflagen. Everflon™ Beschichtungen gewährleisten reproduzierbare Trockenentformung bei voller Detailtreue.
Polyethylen- und Polypropylenpulver müssen an heißen Formwänden gleichmäßig aufschmelzen und sich beim Abkühlen verzugsfrei lösen. Everflon™ PFA-Beschichtungen sichern kontinuierliche Entformung bei hohen Ofentemperaturen und verhindern Wanddickenfehler.
Tiefe Rippen und mikrostrukturierte Elektronikkavitäten erzeugen hohe Auswerferkräfte, die zu Bauteilverzug oder Auswerferabdrücken führen. Everflon™ Dünnschichten (10–15 µm) senken die Entformungskräfte drastisch und verkürzen die Kühlzeiten.
Flüssigsilikon neigt zu Gratbildung in Mikrospalten und klebt an heißen Formnestwänden. Fluorpolymerbeschichtungen von Everflon™ sind beständig gegen Silikonöle, erleichtern die gratfreie Entformung und verhindern Bauteilverzug in Mehrkavitätenwerkzeugen.
Die dauerhafte Verankerung von Everflon™ Schichten erfordert ein präzises verfahrenstechnisches Vorgehen:
Breite metallurgische Eignung: Beschichtbar auf Werkzeugstählen (1.2343, 1.2312, P20, H13), korrosionsbeständigen Stählen (1.4112 / 420), Formenbau-Aluminium (7075, 6061), Invar 36 und Galvano-Nickel.
Gezielte Strahlkonditionierung: Nach gründlicher Entfettung sorgt ein definiertes Edelkorundstrahlen für das geforderte Ra-Verankerungsprofil ohne Verrundung scharfer Formkanten.
Hochtemperatur-Einbrennprozess: Sinterung in programmgesteuerten Industrieöfen bei bis zu 380 °C bis 400 °C wandelt das Polymer in eine dichte, geschlossene und mechanisch belastbare Schutzmatrix um.
F: Warum entfällt bei Bauteilen aus Everflon™ beschichteten Formen das Waschen vor dem Lackieren?
A: Konventionelle Trennmittel übertragen Siloxan- oder Wachsmoleküle auf das Formteil, was zu Benetzungsstörungen (Kraterbildung) führt. Da Everflon™ Beschichtungen fest vernetzt und chemisch inert sind, findet kein Stoffübertrag statt. Bauteile können ohne Lösungsmittelreinigung direkt verklebt oder lackiert werden.
F: Verändert die Everflon™ Beschichtung die kritischen Formnestmaße?
A: Nein. Everflon™ Schichten werden im Dünnschichtverfahren mit kontrollierten Schichtdicken zwischen 10 und 25 µm aufgebracht. Bei hochpräzisen Kernen oder optischen Einsätzen kann die Schichtdicke auf unter 10 µm eingestellt werden, um Maßhaltigkeit im Mikrometerbereich zu gewährleisten.
F: Können verschlissene Werkzeuge nachbeschichtet werden?
A: Ja. Produktionswerkzeuge können thermisch entlackt, schonend feingestrahlt und mit einem neuen Everflon™ System neu aufgebaut werden. Dies stellt die ursprüngliche Entformungsleistung zu einem Bruchteil der Neubeschaffungskosten vollständig wieder her.
Wenden Sie sich an das Werkzeugtechnik-Team von Everflon™, um Machbarkeitsprüfungen für Ihre Formen durchzuführen, Schichtaufbauten auf Harzsysteme abzustimmen und Testkavitäten beschichten zu lassen.
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